Sankalpa – der Zaubersatz

 

schneckenhausDurch Yoga Nidra  ist eine tiefgreifende Transformation möglich. Ziel der Übung ist die Verknüpfung und Aufrechterhaltung dieser Verbindung zwischen dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein. Diese Verbindung schafft Möglichkeiten endlich auf ganzer Ebene zu verstehen und zu verinnerlichen.

Das kennen wir alle: Auf logischer Ebene hat der Raucher schon längst verstanden dass seine Lunge schaden nimmt. Er hat vielleicht sogar schon Beschwerden und muss dringend aufhören. Er möchte es auch wirklich sehr aber trotzdem kann er es einfach nicht umsetzen. Hört immer wieder auf und überwindet die körperliche Sucht, greift aber nach einigen Wochen, Monaten oder sogar Jahren wieder zur Zigarette. Warum? Er hat es nicht ganz verstanden. Nicht vollkommen entschieden. Eine echte nachhaltige Entscheidung treffen und etwas wirklich verstehen kann nur das ganze Individuum und das ist mehr als unser logischer Verstand. Wir sind vielschichtiger!

Nach der Lehre des Yoga ist ein Mensch erst fähig wirklich zu verstehen und umzusetzen wenn er mit allem was ihn ausmacht im Einklang ist und die Sache somit als ganzes Individuum betrachtet. Nur so kann das Individuum eine wirkliche Entscheidung treffen und dann auch damit im Einklang leben.

Durch die Verknüpfung der beiden Bewusstseinsebenen und die längere Aufrechterhaltung dieser Verbindung während der Yoga Nidra Übung bekommt der Übende die wertvolle Möglichkeit als ganzes Individuum zu verstehen und zu entscheiden. Diese Chance können wir in der Yoga Nidra Übung durch das erreichen des Alphazustandes bekommen und durch den SANKALPA nutzen.

Sankalpa bedeutet soviel wie Lösung oder Auflösung. Im Sinne der Auflösung einer Anhaftung an etwas Schlechtes. In der Yoga Nidra Praxis ist jedoch damit ein Satz gemeint der einen Wunsch oder ein Ziel formuliert. Dabei sollte der Übende besonders auf eine positive Formulierung achten. Hilfreich dabei ist, den Fokus weniger auf das Problem als mehr auf dessen Lösung zu richten.

Das SANKALPA wird während der Tiefenentspannung mehrmals gesprochen und wie ein Samen im Unbewussten verankert. Dort entfaltet es schon beim ersten Yoga Nidra seine Wirkung. Es verbindet sich mit dem Unterbewusstsein und nimmt von da aus seinen Weg ins Bewusstsein um umgesetzt zu werden. Es wirkt in Alltagssituationen und verändert langsam die Einstellung in ihrer Angelegenheit.

Allerdings braucht es Zeit bis aus dem kleinen Samen eine kräftige Pflanze wird. Durch Wiederholung prägt sich das Sankalpa so ein, dass immer wieder Botschaften aus dem Unterbewusstsein an das Bewusstsein weitergegeben werden um die gewünschte Situation herbeizuführen. Je präziser und positiver es formuliert ist, desto besser uns schneller wirkt das Sankalpa. Das Unterbewusstsein kann positive, genaue Formulierungen besser verarbeiten.

Die Gehirnforschung hat bewiesen, dass unsere Gedanken und Gefühle auf den gesamten Körper Einfluss nehmen.  Sie beeinflussen Durchblutung, Aktivitäten des Nervensystems und auch die Hormonausschüttung. Ihr ganzer Organismus wird sich auf ihr Sankalpa einstellen und versuchen die darin enthaltene Botschaft umzusetzen.

 

Sie werden bereits nach einiger Zeit feststellen, dass Sie immer öfter anders reagieren als vorher oder zum Beispiel immer seltener das Bedürfnis nach einem Suchtmittel verspüren von dem sie sich durch ihr Sankalpa befreien wollen. Hören sie dann nicht auf! Vertiefen sie Yoga Nidra immer weiter, bis ihr Unterbewusstsein die Botschaft völlig integriert hat.